Elternanlass vom 19.3.2026
Zu Beginn des Elternabends haben sich gleich zwei neue Gesichter der Schule vorgestellt:
Gemeinderat Roman Pfister, der neu das Ressort Bildungswesen hat, und die neue Schulsozialarbeiterin Marion Kästner. Informationen zur Schulsozialarbeit (SSA) finden Sie neu auf der Schulwebseite unter «Organisation».
Im anschliessenden Referat zum Thema «Was Kinder stark macht – Erkenntnisse aus der Hirnforschung für den Familienalltag» zeigte Frau Dr. Barbara Studer - Mitgründerin von Hirncoach.ch und Autorin des Buchs Hirnpower - eindrücklich, welche Faktoren die gesunde Entwicklung des kindlichen Gehirns besonders unterstützen. Im Fokus standen dabei Bewegung, Naturerfahrungen, Musik sowie ein bewusster Umgang mit digitalen Medien. Aus der Hirnforschung lassen sich dazu folgende praxisnahe Erkenntnisse ableiten:
• Natur tut gut und reduziert Stress:
Regelmässige Zeit in der Natur senkt nachweislich Stress, steigert das Wohlbefinden und fördert die Konzentration sowie das kreative Denken. Schon kurze, wiederkehrende Naturerfahrungen wirken ausgleichend auf unser Nervensystem und helfen Kindern, sich besser selbst zu regulieren.
• Bewegung hält auch das Gehirn fit:
Bewegung verbessert die Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Gehirns und unterstützt damit Denkprozesse und Lernfähigkeit. Gleichzeitig werden Botenstoffe wie sogenannte „Glückshormone“ ausgeschüttet, die Motivation, Stimmung und psychisches Wohlbefinden stärken.
• Musik als Training fürs Gehirn:
Beim Singen, Musizieren oder rhythmischen Bewegen werden mehrere Hirnareale gleichzeitig aktiviert. Musikalische Aktivitäten fördern die Vernetzung im Gehirn und wirken sich positiv auf Aufmerksamkeit, Sprache, Gedächtnis und den Umgang mit Gefühlen aus.
• Summen und Singen helfen beim Beruhigen:
Einfaches Summen oder ruhiges Singen kann Kindern helfen, sich bei Aufregung oder Stress zu entspannen. Die dabei entstehenden Vibrationen aktivieren den Vagusnerv, der für Beruhigung und Entspannung im Körper sorgt.
• Weniger Bildschirmzeit – mehr echte Erfahrungen:
Digitale Medien bieten durchaus Chancen. Bei übermässiger oder unbegleiteter Nutzung können sie jedoch die Aufmerksamkeit sowie die soziale und emotionale Entwicklung beeinträchtigen. Gerade lange Bildschirmzeiten stehen in Zusammenhang mit Aufmerksamkeits- und Emotionsproblemen. Stattdessen lohnt es sich, häufiger zu einem Buch zu greifen – Lesen stärkt unter anderem das Langzeitgedächtnis und die Vorstellungskraft.
Zum Abschluss des Elternanlasses luden verschiedene Thementische zum Verweilen ein. Man hatte die Möglichkeit, sich über die beiden Schulprojekte SOLE und LLS zu informieren, spielerische Materialien zur Förderung der exekutiven Funktionen selbst auszuprobieren und miteinander ins Gespräch zu kommen. Der offene Austausch bot Raum für Fragen, neue Impulse und persönliche Begegnungen in entspannter Atmosphäre.
