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Integrative Schule

Mit der neuen Ressourcierung Volksschule und der Einführung des neuen Lehrplans etabliert die Schule Zeihen ein Förderkonzept, mit dem sich die Bedürfnisse einer integrativen Schule, das Bildungsrecht aller Kinder und die Fokussierung auf die Kompetenzorientierung und Individualisierung bestmöglich vereinbaren lassen.

Das Förderkonzept kommt allen Kindern der Schule Zeihen zugute. Es schafft im Bereich der Organisation und Struktur und der pädagogischen Arbeit eine Akzentverschiebung von einer integrativen hin zu einer inklusiven Haltung und Denkweise. Das Förderkonzept etabliert folgenden Anspruch:  Die Schule Zeihen ist grundsätzlich immer darauf vorbereitet, auf besondere pädagogische Bedürfnisse einzugehen. Weder die Lehrpersonen, die Schülerinnen und Schüler noch die Eltern müssen zuerst einem gewissen Leidensdruck standhalten und speziellen Unterstützungsbedarf ausweisen, bevor Massnahmen ergriffen werden können.

In diesem Sinne bildet das Förderkonzept das Herzstück bei der Ressourcierung, Pensen- und Stundenplanung. Um die sorgfältig aufeinander abgestimmten Fördergefässe herum, werden die Abteilungen ressourciert. Die Lehrpersonen erhalten in der integrativen Förderarbeit Unterstützung durch die schulische Heilpädagogin (SHP), die Naturpädagogin und die Fachlehrperson DaZ (Deutsch als Zweitsprache). Die SHP steht in Kontakt mit dem schulpsychologischen Dienst (SPD) und ist vernetzt mit weiteren Fachstellen wie Logopädie, Psychomotorik, Ergotherapie und der Kinder- und Jugendpsychiatrie. 

Ab Schuljahr 2022/23 sind folgende Fördergefässe in die Schul- und Unterrichtsorganisation integriert: 

  • Integrierte Heilpädagogik: Die schulische Heilpädagogin unterrichtet im Teamteaching mit den Klassenlehrpersonen (einen Vormittag pro Klasse). Die personelle und fachliche Ressource der schulischen Heilpädagogin kommt allen Kindern zugute. Individualisierende und gemeinschaftsbildende Elemente können gleichzeitig umgesetzt werden. Zu den Aufgabenbereichen der integrierten Heilpädagogik zählen die Förderung der Basisfunktionen des Lernens, die Befähigung im Umgang mit Lernschwierigkeiten, die Gemeinschaftsbildung und Integration.
  • Lernatelier: Das Lernatelier findet an zwei Unterrichtstagen zu je zwei Lektionen statt. Die SHP arbeitet mit Kindern einzeln oder in Kleingruppen zusammen. Das Lernatelier richtet sich an Kinder mit besonderen schulischen Bedürfnissen (z.B. Schüler*innen mit angepassten Lernzielen, bei Förderplanungen, usw.) und an Kinder mit besonderen Fähigkeiten und Begabungen. Zu den Aufgabenbereichen des Lernateliers zählen das handelnde Vertiefen, die begleitete Lernreflexion zu eigenen Projekten und die Förderdiagnostik/ Lernstanddiagnostik zur Erfassung und Unterstützung von Kindern mit Lernschwierigkeiten. 
  • Draussenschule: Die Draussenschule kommt allen Kindern der Schule Zeihen zugute. Während wöchentlich 4 Lektionen lernen und arbeiten die Kinder im ausserschulischen Kontext (Wald, Dorf, Garten, Bauernhof, usw.). Die Draussenschule greift Themen und Inhalte aus dem Unterricht auf und wird im Teamteaching unterrichtet (Klassenlehrpersonen, Naturpädagogin). Zu den Aufgabenbereichen der Draussenschule zählen das handlungsorientierte Lernen in der Natur, das implizite Lernen, das Freispiel, die Förderung von Bewegungs- und Naturerfahrungen. 
  • DaZ: Der DaZ- Unterricht findet in Kleingruppen (bei Bedarf auch mit einem einzelnen Kind) statt und wird durch eine DaZ- Lehrkraft erteilt. Der Unterrichtet richtet sich an Kinder mit einer anderen Erstsprache als Deutsch und unterstützt die Schülerinnen und Schüler dabei, dem Unterricht in der Klasse zu folgen und sprachlich bedingte Rückstände aufzuholen. In den Fächern, in denen die Kinder, aufgrund ihrer Fremdsprachigkeit, die Lernziele nicht erreichen können, werden angepasste Lernziele gesetzt.